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ie letzten Stunden des Francs sind gezählt…
Im Moment sucht ganz Frankreich unter Matratzen, in Schubladen, Handtaschen und sonstigen Verstecken nach alten Francs-Scheinen. Denn bis zum 17. Februar 2012 besteht noch die Möglichkeit, alte Francs-Scheine in Euro umzutauschen. Nach diesem Stichtag werden sämtliche Banknoten wertlos. Allerdings werden nur noch Francs-Scheine angenommen, die Umtauschfrist für Francs-Münzen lief bereits am 17. Februar 2005 ab.
Der Umtausch der Geldscheine kann in allen Filialen der Banque de France erfolgen. Grenznahe Filialen zu Deutschland befinden sich in Strasbourg, Colmar, Mulhouse, Metz und Belfort.
In vielen Regionen Frankreichs haben geschäftstüchtige Händler den Franc kurzzeitig wieder als Zahlungsmittel eingeführt. Das Wechselgeld zahlen sie ihren Kunden in Euro aus. Dieses Angebot findet regen Andrang. Zahlreiche Franzosen nehmen diese Möglichkeit wahr, um von ihrem oftmals vergessenen Geld Einkäufe zu tätigen und sich so auch noch den Weg zu der Banque de France zu ersparen.
Aktuellen Schätzungen zufolge befinden sich noch Francs-Scheine im Wert von ca. 500 Millionen Euro im Umlauf. Die Notenbank ist verpflichtet, das nicht bis zum 17. Februar 2012 eingewechselte Geld dem französischen Staat zu überwiesen. Diese Scheine werden nämlich als Gewinn betrachtet und ein solcher ist der Notenbank untersagt. Der französische Staat wird sich angesichts der momentanen Wirtschaftskrise und des gerade erfolgten Verlustes des Triple A sicherlich über diese Überweisung freuen.
Die eingewechselten Francs-Scheine werden geschreddert und sollen als Bodenbelag für Tennisplätze verarbeitet werden, was eine zweite Einnahmequelle darstellt...
Weitere Informationen finden Sie unter www.jechangemesfrancs.com.
Damit sie auf der Suche nach den Scheinen auch über die rechtliche Lage in Frankreich gut informiert sind, wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des aktuellen Newsletters.
Ihr Christian Kupferberg.